Paläontologische Präparation

Für Ausstellungszwecke und vor allem für die Forschung müssen geborgene Fossilien vom umgebenden Gestein befreit, stabilisiert und konserviert werden. Meist lässt erst

eine professionelle Präparation die Details des ehemaligen Lebewesens erkennen und ermöglicht somit deren wissenschaftliche Auswertung.

Die Herausforderung dieser filigranen Arbeit besteht darin, mit den richtigen Methoden, dem nötigen Geschick und Erfahrung das Fossil, oder Teile davon, ohne sichtbare Spuren oder gar Beschädigungen freizulegen.

Ich verwende seit mittlerweile 14 Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden

der mechanischen und chemischen Präparation – je nach Gegebenheiten des Fossils. Neueste Technologien und Geräte stehen mir dabei zur Verfügung und ermöglichen ein weitgefächertes Spektrum an Verfahrensweisen.

Über die Zeit habe ich mich auf die Präparation von Fossilien des Muschelkalks (mittlere Trias, ca. 240 Millionen Jahre vor heute) spezialisiert. Dabei ist mir die enge Zusammenarbeit mit Sammlern, Wissenschaftlern und Museen besonders wichtig.

(siehe auch: www.trias-verein.de, www.ceratiten.de)

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich für die Präparation Ihrer Funde vertrauensvoll an mich wenden. Gern erstelle ich Ihnen ein Angebot.


 Zusammenstellung von Präparaten verschiedener Präparationsmethoden

(Sämtliche Bildrechte liegen bei Sebastian Brandt.)

     

Anhand folgender Beispiele können Sie sich von meinen qualitativen Ansprüchen und Fertigkeiten überzeugen:

 

Beispiel 1: Präparation eines Schmelzschupperfisches Colobodus maximus aus einer Kalksteinkonkretion des Oberen Muschelkalks

 

Bilder von der Bergung des vollständig in einer Kalksteinkonkretion eingebetteten Fossils.

 

Auf der Bruchfläche ist die Lage des Schuppenkörpers erkennbar.

 

Die Bilderfolge zeigt die Präparationsschritte und das fertige Präparat des einmalig gut erhaltenen, dreidimensionalen Fisch-Fossils. (Dieses Präparat wurde von der Fossilien-Community www.steinkern.de zum Fossil des Jahres 2010 gewählt.)

 

 

 

Beispiel 2: chemisch/mechanische Präparation eines fossilen Seesterns

Trichasteropsis weissmanni

 

Das Fossil lag in einer Kalksteinlage eingebettet, die mittels Sticheln und der kontrollierten Anwendung von kristallinem Kaliumhydroxid selektiv aufgelöst wurde.

 

Diese (bei richtiger Anwendung) schonende Methode führt vor allem bei Echinodermen die in Kalzit-Erhaltung vorliegen zu eindrucksvollen Ergebnissen.

 

 

 

Beispiel 3: Die Präparation von Ceratites flexuosus aus dem Oberen Muschelkalk

Bei der mechanischen Präparation von derart seltenen Funden ist ein hohes Maß an Erfahrung nötig.

Die Ceratiten-Steinkerne stecken oft in Kalkstein-Konkretionen und weisen nur geringe physikalische Trennungseigenschaften auf. Insbesondere die Freilegung der Innenwindungen ist bei vielen Ceratiten des Oberen Muschelkalk nicht immer unkompliziert - aber gerade in deren Ausbildung liegt ein hohes Maß an biologischer Information über diese faszinierende Spezies (s.a. www.ceratiten.de)

Die Bilder zeigen den Weg vom Fundstück zum Präparat.

(Sämtliche Bildrechte liegen bei Sebastian Brandt.)