




Internationale Museumsreferenzen
Nationalmuseum Katar
Naturidentische Pflanzenmodelle arabischer Ökosysteme.
Exponate von Reco-Brandt sind Teil internationaler Ausstellungen und Sammlungen und vermitteln komplexe biologische und paläontologische Inhalte in unmittelbarer, visueller Form.
Naturkundemuseum Abu Dhabi
Botanische, zoologische und paläontologische Modelle im Rahmen der neuen Daueraustellung.
Naturhistorisches Museum Wien
Wissenschaftlich fundierte Dioramen komplexer Lebensräume.
Naturhistorisches Museum Basel
Habitat-Displays mit naturidentischen Pflanzen- und Pilzmodellen.
Naturmuseum St. Gallen
Naturgetreue botanische, zoologische und paläontologische Modelle auf Grundlage aktueller Forschung.
Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
Hochpräzise Pflanzenmodelle für Ausstellung und Forschung.


Nationalmuseum Katar
Inhalte und Module für Ausstellungen




Vom Staunen zum Wissen
Unter der Leitung von Sebastian Brandt, Gründer von Reco-Brandt, entstand über mehr als 20 Jahre ein einzigartiges Spektrum lebensechter Modelle, fundierter Ausstellungstexte und hochwertiger Naturmedien.
Die Arbeiten verbinden wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Ausdruckskraft und eröffnen neue Zugänge zu zentralen Themen wie Evolution, Biodiversität und Dynamik natürlicher Lebensräume.
So entsteht eine authentische Faszination für das Echte und Lebendige. Die Exponate wirken nicht nur als Objekte, sondern als Repräsentanten ihrer lebenden Vorbilder – sie schaffen eine emotionale und ästhetische Verbindung zwischen Betrachter und Natur.
Diese Verbindung des Menschen mit seiner Umwelt bildet die Grundlage für Verständnis, Wertschätzung und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
Multimediale Ausstellungskonzepte
Reco-Brandt entwickelt fundierte inhaltliche Ideen sowie maßgeschneiderte multimediale Konzepte für naturkundliche Ausstellungen.
Die Reco-Brandt Module verbinden einzigartige, naturidentische Modelle mit professionellen Abbildungen, leicht verständlichen Texten sowie hochwertigen Natur- und Animationsclips. Dadurch lassen sich komplexe Themenbereiche rund um einzelne Arten, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge gezielt in den Fokus rücken.
Die Kombination unterschiedlicher Medien eröffnet dem Publikum verschiedene ästhetische und inhaltliche Zugänge – vom emotionalen Erleben bis zur wissenschaftlich fundierten Wissensvermittlung.
So werden selbst anspruchsvolle Inhalte präzise, anschaulich und visuell eindrucksvoll vermittelt – bereit für den Einsatz in Museen, Besucherzentren, Bildungseinrichtungen und Wanderausstellungen.






Sonderausstellung "Täuschend Echt!" am Musée national d'histoire naturelle Luxembourg
Sonderausstellung "Juwelen der Natur" am Naturkundemuseum Erfurt, Deutschland
Maßgeschneiderte Ausstellungskomponenten als Packet:
// Konzepte – Reco-Brandt entwickelt kuratorische, inhaltsbezogene Planung für Module und Ausstellungen.
// Inhalte – wissenschaftlich fundiert, didaktisch klar aufgebaut und auf das jeweilige Ausstellungskonzept abgestimmt.
// Texte – präzise formuliert, verständlich und mehrsprachig umsetzbar.
// Bilder & Videos – hochwertige Visualisierungen, Naturfotografie und Animationen für ein immersives Erlebnis.
// Modelle – naturidentische, handgefertigte Exponate, die Forschung und Ästhetik verbinden.
Modulkatalog zum Download
Ausstellungen
TÄUSCHEND ECHT! - TRICK OR TRUTH?
Ausstellung im Musée national d'histoire naturelle Luxembourg (LUX); 2023
// Konzeption
// Texte, Videos und Fotografie
// +60 Botanische Modelle
// 4 Habitat-Exponate
// Workshop & Führungen
// Begleitbroschüre (Making of)


Diese umfangreiche botanische Ausstellung beleuchtete die Biologie, Ökologie und Evolution der Orchideen in Luxemburg. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Sensibilisierung für Biodiversität und Artenschutz. Diese Sonderausstellung war die besucherstärkste Ausstellung in der Geschichte des Museums.
Rundgang durch die Ausstellung
In unserer Ausstellung, mit dem treffenden Titel, präsentierten wir unserem Publikum die 45 in Luxemburg heimischen Orchideenarten – anhand lebensechter Modelle von Sebastian Brandt. Sein hervorragendes Konzept passten wir an die hiesigen Verhältnisse an. So begeisterten wir zahlreiche Besucher:innen für die Vielfalt, Schönheit und faszinierenden Überlebensstrategien der Orchideen.


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Thierry Helminger, Dipl. Biol. Head of Department at Musée national d'histoire naturelle Luxembourg
JUWELEN DER NATUR - ORCHIDEEN IN THÜRINGEN
Austellung im Naturkundemuseum Erfurt (D); 2021
// Idee, Konzeption & Organisation
// Texte, Videos und Fotografie
// +100 Botanische Modelle
// 3 Habitat-Exponate
// Workshop, Vorträge & Führungen
// Begleitbuch


Diese innovative botanische Ausstellung mit zahlreichen naturidentischen Pflanzenmodellen war weltweit die erste ihrer Art. Im Fokus standen heimische Orchideen als Leitarten für intakte Natur- und Kulturlandschaften Thüringens. Neun unterschiedliche Lebensraumtypen wurden mit ihren charakteristischen Merkmalen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt bildeten die evolutionären Strategien der Orchideen – von Fortpflanzung und Bestäubung über die Interaktion mit Bodenpilzen bis hin zu besonderen anatomischen Anpassungen. Die Ausstellung verband wissenschaftliche Präzision mit ästhetischer Gestaltung und entwickelte sich zur besucherstärksten Ausstellung in der Geschichte des Museums.
Sebastian Brandt hat unsere Orchideenausstellung mit außergewöhnlicher Leidenschaft und Präzision gestaltet – von den Modellen über Texte bis zu Foto und Film. Man spürt, dass er Natur nicht nur zeigt, sondern lebt.
Matthias Hartmann, Direktor Naturkundemuseum Erfurt


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Ausstellungsentwurf: Botanik - alles beginnt mit Photosynthese
Ein internationales Ausstellungskonzept für museale Dauerausstellungen
Diese außergewöhnliche Dauerausstellung thematisiert die zentrale Bedeutung der Pflanzen als Grundlage allen Lebens auf der Erde.
Das Konzept verbindet wissenschaftliche Präzision, ästhetische Inszenierung und immersive Szenografie zu einem hochwertigen Besuchererlebnis. Preisgekrönte naturgetreue Modelle, multimediale Inhalte und raumgreifende Installationen schaffen eine Ausstellung mit hoher visueller Identität und internationaler Strahlkraft.
Die Ausstellung gliedert sich in drei eng miteinander verknüpfte Themenbereiche:
1. Photosynthese & Evolution
Ein eindrucksvoller multimedialer Einstieg präsentiert die Photosynthese als Ursprung allen Lebens.
Die Evolution der Pflanzen – von frühen Lebensformen bis zu heutigen Arten – wird durch Modelle, Fossilien, Filme und interaktive Medien anschaulich vermittelt.
2. Globale Pflanzenbiodiversität – Zehn immersive Lebensräume
Zehn naturgetreu rekonstruierte Habitate zeigen die Vielfalt und Anpassungsstrategien der Pflanzenwelt – von ariden Wüstenlandschaften über mediterrane Ökosysteme und Hochgebirge bis zu tropischen Regenwäldern. Jeder Lebensraum verbindet ökologische, klimatische und ästhetische Aspekte zu einem dreidimensionalen Ausstellungserlebnis.
3. Pflanzen & Mensch
Der letzte Abschnitt verdeutlicht die fundamentale Abhängigkeit des Menschen von Pflanzen – von Sauerstoffproduktion und Ernährung bis zu Medizin, Landwirtschaft und globalen Stoffkreisläufen. Großformatige Installationen, Objektinszenierungen und audiovisuelle Medien übersetzen komplexe Inhalte in eine emotional zugängliche Vermittlung.
Alles beginnt mit Photosynthese bietet Museen ein international skalierbares Ausstellungskonzept mit hoher Aufenthaltsqualität, starker visueller Wiedererkennbarkeit und nachhaltiger wissenschaftlicher Relevanz – geeignet für ein breites Publikum ebenso wie für anspruchsvolle kuratorische Programme.






Digitale Skizze
Digitale Skizze




Die Biodiversität der Pflanzen - zehn einzigartige Lebensräume/Habitat-Modelle
Anhand von insgesamt zehn weltweit beispiellosen, naturidentischen botanischen Habitat-Displays wird die komplexe Biodiversität des Pflanzenreichs exemplarisch und erstmals dreidimensional vorgestellt.
Konzeptionen


Modulbeispiele Digitale Skizzen
Modul "Arabischer Frühling"


Elemente und Medien:
// naturidentisches Habitat-Exponat mit botanischen Modellen und zoologischen Präparaten
// umfangreiches Bildmaterial und Grafiken
// populärwissenschaftliche Texte
// Bildtafeln und Gestaltungselemente
// Begleitbroschüre (Making of)
Fakten und Geschichten:
// Ein Garten der Wüste - Welt der Extreme
// Fette Blätter - Überleben im Salz
// Alles nur geklaut? - die Blütentürme der Wüstenhyazinthe
// Warum streckt der Schwarzkäfer sein Hinterteil in den Himmel?
// sechs Beine im heißen Sand - die Gliedertiere der Wüste
Ausstellungstext (Auszug)


Leben am Limit
Die Küstenregionen und Salzsümpfe Nordostafrikas und des Nahen Ostens zählen mit ihren extremen klimatischen und geologischen Bedingungen zu den lebensfeindlichsten Ökosystemen der Erde. An der scharfen Grenze zwischen den Sandwüsten der Sahara und Rub al Khali und den dynamischen Stränden des Indischen Ozeans und seiner Randmeere hat sich eine einzigartige Lebensgemeinschaft entwickelt. Bis auf wenige Regentage im Jahr brennt die Sonne erbarmungslos und schattenlos auf den ständig verwehten Sand. Die Temperaturen reichen dabei von über 40 bis deutlich über 50 Grad Celsius. Durch die starke Verdunstung von Meerwasser an Stränden und in Marschgebieten sowie durch geologischen Auftrieb und Auswaschung ist der Boden stark versalzen und zudem durch seine feinkörnige Struktur kaum verfestigt. [...]
Wüstenhyazinthe (Cistanche tubulosa)
Habitat-Modell
"Arabischer Frühling": Kronenkiebitz (Vanellus coronatus), Schwarzkäfer (Adesmia dilatata), Wüstenhyazinthe (Cistanche tubulosa), div. "Queller" (Artrocnemum macrostachyum, Halocnemum strobilaceum, Halopeplis perfoliata, Tetraena quatariense), Malteserschwamm (Cynomorium coccineum), Wüsten-Greiskraut (Senecio glaucus), Braune Wüstenlilie (Dipcadi erythraeum), diverse Insekten und Gliedertiere etc.






Weitere Abbildungen: Professionelle Naturfotografie inklusive Nutzungsrechte
Strandlebensraum - Digitale Skizze
copyright© S. Brandt




Bildmaterial
- inklusive Nutzungsrechte
Modulbeispiel Digitale Skizze
Modul "Widerbart"


Elemente und Medien:
// Orchideen im Habitat (botanisches Modell)
// Animation – Videoclip
// umfangreiches Bildmaterial und Grafiken
// populärwissenschaftliche Texte
// Bildtafeln und Gestaltungselemente
// Begleitbroschüre (Making of)
Fakten und Geschichten:
// Was haben Nacktschnecken mit Geistern zu tun?
// Pilze statt Licht? - Leben in der Finsternis
// der Blattlose Widerbart - ein Phantom
// Die Spitze der botanischen Evolution – oder evolutionärer Extremfall?


Ghost orchid - die Geisterorchidee, sein englischer Name beschreibt das geheimnisvollen Wesen des Blattlosen Widerbarts (Epipogium aphyllum) sehr passend. Diese äußerst seltene und hochspezialisierte Orchidee hat sich in ihrem Überlebenstrieb sehr weit in das Reich der Pilze hinein gewagt – ja er mutet selbst kaum noch als echte Pflanze an.
Der Blattlose Widerbart lebt verborgen im feuchten Mulm dunkler, alter Buchenwälder mit tiefen Wasseradern und Sickerstellen. Er besitzt weder Blätter noch Blattgrün, bildet keine echten Wurzeln mehr und lebt vollkommen ohne Sonnenlicht allein von den Nährstoffen der mit ihm verbundenen Pilzfäden. Pilze im Waldboden zersetzen mit ihrem Myzel-Geflecht das abgestorbene Laub und tote Holz der Bäume. Treffen diese teilweise meterlangen Pilzfäden auf eine winzige Brutknolle des Widerbarts, so wachsen sie durch deren Spaltöffnungen ins Innerer ihrer Zellen hinein. Dabei bilden sich sogenannte Pilzhyphen - Knäule von Pilzfäden im Orchideen-Gewebe. Der Widerbart entzieht dann den Pilzfäden Nährstoffe und Wasser und beginnt [...]
3994 x 6000px / Copyright S. Brandt
Ausstellungstext (Auszug)
Der Geist des Waldes - der blattlose Widerbart
Botanisches Diorama
mykoheterotrophe Beziehung Widerbart (Epipogium aphyllum) mit Büschelrübling (Gymnopus confluens) und Rotbuche (Fagus sylvatica)
















Bildmaterial
professionelle Naturfotografie inklusive Nutzungsrechte
Video
" Blühen ist Luxus"
Modulkatalog hier zum downloaden
Perm Diorama am Naturkundemuseum Erfurt
Modul "Perm-Diorama"
Dimetrodon teutonis, Diadectes absitus, Orobates pabsti




Dimetrodon teutonis in seinem Lebensraum mit Diadectes absitus und Orobates pabsti.
Elemente und Medien:
// Lebensraum Diorama
// umfangreiches Bildmaterial und Grafiken
// populärwissenschaftliche Texte
// Bildtafeln und Gestaltungselemente
Fakten und Geschichten:
// Wie macht eine halbe Stunde den Unterschied?
// Buckel, Segel oder Kraftwerk?
// Morgenstund hat Fleisch im Mund


Ein einzigartiger Räuber im Aufstieg unter der permischen Sonne
Die fossilen Überreste der Pelycosaurier-Gattung Dimetrodon stammen aus dem unteren Perm, vor fast 290 Millionen Jahren. In dieser verlorenen Welt waren alle heutigen Landmassen noch zu einem Superkontinent namens Pangaea verbunden. Weit südlich des Zentrums dieses immensen Gebiets lag ein kleiner Ort, der heute Bromacker im zentralen Deutschland (Thüringen) genannt wird. Das Land, weit entfernt vom umliegenden Ozean, war durch ein ausgeprägtes kontinentales Klima mit heißen Tagestemperaturen und nächtlichen Temperaturen unter null Grad Celsius geprägt.
Saisonale Monsun-Gewitter überschwemmten die trockenen Ebenen und Canyons mit schweren Fluten aus Ton- und Sandablagerungen. An den Ufern kleiner Bäche und saisonaler Teiche bildete Pioniervegetation grüne Oasen des Lebens, die Heimat der ersten echten landlebenden Wirbeltiere wie Orobates, Seymouria, Martensius und andere. Die meisten von ihnen waren Allesfresser, aber im Fall von Diadectes auch die ersten echten Pflanzenfresser. Die Überschwemmungen brachten auch eine Menge fleischiger Nahrung in diese Ökosysteme, wie Aas von ertrunkenen Tieren. Solche Tiere und deren Kadaver waren wahrscheinlich [...]
Dimetrodon teutonis
Ausstellungstext (Auszug)
"Perm Diorama" paläontologisches Diorama
Dimetrodon teutonis








Skelettfossil von Dimetrodon teutonis
Schädel und rekonstruiertes Skelett von Dimetrodon sp.
Bromacker Ausgrabungsstätte Thüringen, Deutschland
Fährte von Dimetrodon teutonis


Bildmaterial
inklusive Nutzungsrechte


Digitale Skizze, Dimetrodon teutonis mit Diadectes absitus am Fluss
Digitale Skizze, Dimetrodon teutonis mit Diadectes absitus im Perm-Wald
"Perm Diorama" paläontologisches Modell
Orobates pabsti


Orobates ist eine ausgestorbene Gattung der Diatectidae, einer evolutionären Familie von Wirbeltieren, die konservative amphibische und fortgeschrittene reptilienähnliche Merkmale während des mittleren Perm vor etwa 260 Millionen Jahren kombinierte. Orobates pabsti ist seit 1998 bekannt durch perfekt erhaltene Fossilien: ein vollständig erhaltenes, zusammenhängendes Skelett und zahlreiche versteinerte Fußabdrücke und Spuren namens Ichniotherium sphaerodactylum aus dem weltberühmten Sandsteinbruch Bromacker (Thüringen) in Zentraldeutschland.
Der Bromacker-Steinbruch bietet die einzigartige Kombination von versteinerten Fußabdrücken zusammen mit vollständig erhaltenen, zusammenhängenden Skelettfunden weltweit. Andere Fossilien aus derselben Schicht zeigen unterirdische Gänge, die ebenfalls Orobates zugeordnet werden können (auch als Falle für die Erhaltung vollständiger Skelette im Inneren). Die Funde aus Bromacker präsentieren ein komplexes Ökosystem [...]
Ausstellungstext (Auszug)




Skelett, Schädel und fossile Baue von Orobates pabsti
Fährte von Orobates pabsti


Bildmaterial
inklusive Nutzungsrechte
"Perm Diorama" paläontologisches Modell
Diadects absitus


Diadectes absitus ist eine ausgestorbene Wirbeltierart aus der Familie der Diadectidae. Diese Tiergruppe vereinte im mittleren Perm vor rund 260 Millionen Jahren noch ursprüngliche amphibische Eigenschaften mit bereits deutlich ausgeprägten, reptilienähnlichen Merkmalen und nimmt damit eine wichtige Stellung in der Evolution der Landwirbeltiere ein. Man vermutet, dass Diadectes zu den frühesten pflanzenfressenden Landwirbeltieren gehört.
Bekannt ist Diadectes absitus seit 1998 durch außergewöhnlich gut erhaltene Fossilfunde aus dem weltberühmten Bromacker-Steinbruch in Thüringen (Zentraldeutschland). Dazu zählen ein nahezu vollständig artikuliertes Skelett, einzelne Schädel und Gliedmaßen sowie seltene fossile Trittsiegel und Laufspuren, die unter dem Namen Ichniotherium cottae beschrieben wurden. [...]
Diadectes absitus
Ausstellungstext (Auszug)
Modulbeispiele Digitale Skizzen
Modul "In der Falle der Lady"




Elemente und Medien:
// Orchideen im Habitat (botanisches Modell)
// Animation – Videoclip
// umfangreiches Bildmaterial und Grafiken
// populärwissenschaftliche Texte
// Bildtafeln und Gestaltungselemente
// Begleitbroschüre (Making of)
Fakten und Geschichten:
// Warum trägt diese Orchidee einen Schuh?
// Warum ist diese Orchidee ein schlechter Gastgeber?
// Warum zählt hier allein die Schönheit?
Ausstellungstext (Auszug)


In der Falle der Lady – der Frauenschuh
Die elegante Blüte des Frauenschuhs (Cypripedium calceolus) ist ein komplexes Fortpflanzungs-Organ. Wie bei allen Orchideen sind die weibliche Narbe und die auf zwei reduzierten Staubgefäße (Pollinien) zu einer sogenannten Säule verwachsen die hier hinter einem rotbraun-getupften Staubblatt verborgen ist. Die Blütenlippe ist nach innen umgekrempelt und zum markanten gelben Schuh aufgebläht. Dieser ist außen ölig glatt und hat nur eine enge fallgrubenartige Öffnung oben. Das Innere ist rötlich gefleckt und mit dichten langen Haaren überzogen, die nach hinten hinauf zur Säule weisen.
Angelockt durch die leuchtend gelbe Farbe des Schuhs und den rotbraunen Blütenblättern, nähern sich hungrige Fluginsekten wie Sandbienen und Käfer der Blüte. Das gepunktete Staubblatt hinter der Schuhöffnung mutet als vermeintlich geeignete Landebahn an – doch es ist von einem glatten Film überzogen. Nun gibt es kein Entrinnen mehr – das Insekt stürzt in die Öffnung des Schuhs, seine fettigen Ränder bieten keine Halt. Im Inneren erkennt der nun Gefangene ein fahles Licht tief im hinteren Bereich der Falle. [...]
Frauenschuh (Cypripedium calceolus) mit Bestäuber, copyright© S. Brandt & W. Hock
Botanische Modelle
Frauenschuh (Cypripedium calceolus)










Bildmaterial
professionelle Naturfotografie inklusive Nutzungsrechte
copyright© S. Brandt & W. Hock


Innenansicht Frauenschuhblüte
Innenansicht Frauenschuhblüte mit Beschriftung
copyright© S. Brandt & W. Hock
Video
"In der Falle der Lady"
Ausstellungstext (Auszug)
Nelkenduft und Widderchen


Wer einmal die Gelegenheit hat einen großen Bestand der Händelwurz-Arten zu erleben, wird sich insbesondere an den wunderbaren Duft der Pflanzen erinnern. Eine betörende Mischung aus Gewürznelke und Vanille lockt eine Fülle von Insekten zu den rosavioletten Blütenständen, oftmals viele Arten gleichzeitig. Doch Bienen und Käfer gehen dort leider leer aus. Auf der Landebahn der dreigeteilten Blütenlippe angekommen finden sie nur ein für sie zu enges Loch, das in den nektargefüllten Sporn hinein führt. Mangels geeigneter Mundwerkzeuge bleibt der süße Saft für sie unerreichbar. Diese Blüten haben sich voll und ganz auf Wiesenschmetterlinge spezialisiert. Dickkopffalter und Widderchen sind mit ihren langen Saugrüsseln in der Lage den Nektar in der engen Röhre zu erreichen. Dabei heften sich die gestielten Pollenpakete (Pollinien) direkt an den Insektenrüssel und werden so von Blüte zu Blüte transportiert. Beim Stochern nach dem Sporneingang gelangen so die männlichen Pollenzellen an die weiblichen Narben der anderen Händelwurzblüten und bestäuben sie. Die Fruchtknoten schwellen an, reifen, platzen auf und verstreuen von nur einer Pflanzen Zehntausende mikroskopisch kleine Samen. [...]
Dichtblütige Händelwurz
3744 × 5616px, copyright© S. Brandt
Modul "Von Widderchen und Dickköpfen"
Händelwurze (Gymnadenia conopsea, Gymnadenia densiflora) und ihre Bestäuber
Botanische Modelle
Händelwurze (Gymnadenia sp.)








Dichtblütige Händelwurz (Gymnadenia densiflora)
Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea)








Bildmaterial
professionelle Naturfotografie von Händelwurz und Bibernell-Widderchen (Zygaena purpuralis), inklusive Nutzungsrechte
copyright© S. Brandt & W. Hock


Modul "Vom Winde verweht"
Samenausbreitung, Keimung und Wachstum bei Orchideen


Orchideensamen werden vom Wind verweht, copyright Reco-Brandt
Ausstellungstext (Auszug)
Vom Winde verweht
Orchideen bilden mikroskopisch kleine Samen aus. Deshalb passen Tausende von ihnen in eine einzige Fruchtkapsel beispielsweise eines Knabenkrautes. Nach der Reife platzen immerhin bis zu 100 von diesen am vertrockneten Blütenstand auf und durch den Wind bewegt funktioniert dieser wie ein Gewürzstreuer des Lebens für Millionen möglicher Nachkommen. Durch den Wind werden sie teilweise über viele Kilometer davongetragen – doch nur ganz Wenige wehen in einen passenden Lebensraum.
Nach der Landung in einem passenden Substrat mit genügend feuchte und Wärme könnte es eigentlich mit dem Wachsen losgehen. Aufgrund ihrer Kleinheit jedoch, enthalten Orchideen-Samen keinerlei Nährgewebe, wie es bei den meisten anderen Blütenpflanzen der Fall ist. Dadurch ist es ihnen nicht möglich allein durch Feuchtigkeit und Licht selbstständig zu keimen – wie es etwa eine Bohne vermag.
Hier zeigt sich erneut ihre enge Beziehung zu Pilzen. Der winzige Samen wartet im Boden um von Pilzfäden gefunden zu werden. Diese wachsen durch Spaltöffnungen in seine Zellen hinein. [...]
Grafikmaterial
Grafik Samenkapseln Knabenkraut
copyright© S. Brandt


Video
" Vom Winde verweht"
Ausstellungstext (Auszug)


Die Orchideen-Gattung der Ragwurze gehört sicherlich an die Spitze was die Evolution im Pflanzenreich hervorgebracht hat. Ihre bizarren Blüten bilden weder Nektar noch leuchtende Farben aus. Sie haben die Form bestimmter solitärer Sandbienen- und Wespen-Weibchen angenommen um deren männliche Partner anzulocken und zur Paarung zu animieren. Die dunkle Blütenlippe ist wie ein Insekt fein behaart und trägt ein metallisch bläulich schillerndes Mal als Flügel-Attrappe. Um die Täuschung perfekt zu machen verströmen sie einen für uns Menschen nicht wahrnehmbaren Duft, welches das Geschlechts-Pheromon der speziellen Insektenweibchen nachahmt (Sexualtäusch-Blüten). Bei der vermeintlichen Paarung mit einer Partnerin bestäuben die genarrten Bienen-Männchen die Orchideen-Blüten. Diese Beziehung geht soweit, dass einige Ragwurz-Arten sich ausschließlich an eine einzige Bienen- oder Wespenart als Bestäuber gebunden haben.
Andere, wie die eigentlich mediterrane Bienen-Ragwurz, gehen noch einen Schritt weiter. Ihr Betäubungspartner kommt in unseren Breiten überhaupt nicht vor – aber dennoch breitet sich diese Art im Zuge der Klimaerwärmung an vielen geeigneten Wuchsorten aus. Ihre Blüten können sich ohne irgendeinen Insektenbesuch selbst bestäuben. [...]
Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) mit Bestäuber, copyright© S. Brandt
Modul "Insektenflirt der dritten Art"
Die Sexualtäuschblüten der Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
Botanische Modelle
Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)







Bildmaterial
professionelle Naturfotografie inklusive Nutzungsrechte
copyright© S. Brandt
Video
" Insektenflirt der dritten Art"
Modulkatalog hier zum downloaden
Publikationen, Vorträge und Broschüren von Sebastian Brandt
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